Herculaneum - die kleine Schwester von Pompeji

Während Pompeji durch große Villen und weite Straßen beeindruckt, verzaubert Herculaneum durch die Atmosphäre kleiner Häuser und Läden. Hier wirkt alles bescheidener und gemütlicher, der Alltag der Menschen vor 2000 Jahren ist spürbar. Aber auch in Herculaneum gibt es prachtvolle Patriziervillen mit wunderbaren Panoramablicken auf den Golf von Neapel.
Panorama der Ausgrabungen von Herculaneum (© Gino Cianci - Fototeca ENIT)
Panorama der Ausgrabungen von Herculaneum (© Gino Cianci - Fototeca ENIT)

Auch der kleine Ort Herculaneum (Ercolano) wurde beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. verschüttet. Während Pompeji unter einem Ascheregen förmlich erstickt wurde, fiel Herculaneum einem Fluß aus Schlamm und Lava zum Opfer. Diesem schrecklichen Umstand ist es zu verdanken, dass Holzmöbel und viele andere Details außerordentlich gut erhalten blieben.

Der Bourbonenkönig Karl III. begann im 17. Jahrhundert mit den Ausgrabungen von Herculaneum. Viele der Fundstücke kann man heute im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel besichtigen. Im Jahr 1750 wurde die Villa dei Papiri mit einer riesigen Bibliothek entdeckt. Erst 1927 wurden die Ausgrabungen fortgeführt.

Für die Besichtigung der archäologischen Ausgrabungen sollte man mindestens zwei Stunden einplanen.

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