Struffoli: Neapolitanisches Weihnachtsgebäck

Struffoli
Struffoli ist ein sehr dekoratives Weihnachtsgebäck aus Neapel. Es besteht aus vielen kleinen Honigbällchen, die mit bunten Perlen und kandierten Früchten hübsch verziert werden.
Die farbenfrohe Dekoration der Struffoli erinnert an einen geschmückten Weihnachtsbaum (© Redaktion - Portanapoli.com)
Die farbenfrohe Dekoration der Struffoli erinnert an einen geschmückten Weihnachtsbaum (© Redaktion - Portanapoli.com)

Die Zubereitung von Weihnachtsgebäck hat in Neapel eine antike Tradition, wobei besonders der bunte Struffoli auf keinem Weihnachtstisch fehlen darf. Der Weihnachtsklassiker wird  in jeder Pasticceria verkauft und schmückt die Auslagen der Schaufenster. Eigentlich wird er aber gar nicht gebacken, sondern frittiert.

Zur Dekoration benutzt man neben kandierten Orangen- und Zitronenstückchen auch bunte Kugeln mit Anissamen, die dem Struffoli einen besonderen Geschmack geben. Honig hält die Teigkügelchen zusammen und versüßt das Gebäck.

Die Zubereitung dauert durch das Frittieren zwar etwas länger, ist aber nicht allzu schwierig. Struffoli wird schon einen Tag vor dem Verzehr zubereitet und mit einem Gläschen gut gekühltem Limoncello (Zitronenlikör) nach dem traditionellen Weihnachtsessen serviert. Man kann ihn abgedeckt etwa eine Woche aufbewahren, also etwa bis Silvester.

Zutaten: 

(ca. 12 Portionen)

500 g Mehl
5 Eier
2 EL Anisschnaps (ersatzweise Brandy oder Rum)
100 g Butter
1 EL Zucker
abgeriebene Schale von je 1/2 unbehandelten Orange und Zitrone
1 Prise Salz
ca. 1 l Sonnenblumenöl zum Frittieren
50 g Orangeat (gewürfelt)
50 g Zitronat (gewürfelt)  
50 g buntes Früchtemix (kandiert und gewürfelt)
300 g feincremiger Honig
150 g Zucker
8 kandierte Kirschen,
Bunte Zuckerperlen  

Zubereitung: 
  1. Mehl, Eier, 1 EL Anisschnaps, Butter, 1 EL Zucker, die abgeriebene Zitronen- und Orangenschale und eine Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  2. Teig zugedeckt einige Stunden gehen lassen.
  3. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche fingerdick ausrollen und in etwa 1 cm lange Stücke schneiden. Bei der Anordnung der Stückchen auf der Arbeitsfläche darauf achten, daß sie nicht aneinander kleben bleiben. 
  4. Die Teigkügelchen portionsweise in heißem Öl frittieren, bis sie goldbraun (nicht braun!) sind. Auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen. Falls das Öl während des Frittierens schaumig werden sollte, muß es gegen frisches Öl ausgetauscht werden.
  5. Den Zucker in einem großen und hohen Topf leicht karamelisieren. Danach den Honig, 1 EL Anisschnaps sowie etwa 5 EL Wasser dazugeben. Alles erhitzen, bis die Mischung gelb wird.
  6. Bei leichter Hitze die Teigkügelchen und die Hälfte des Orangeats und Zitronats zur Mischung geben. Solange vorsichtig verrühren, bis der Honig sich gut verteilt hat.
  7. Die Kugeln auf eine große runde Platte stürzen.
  8. Mit feuchten Händen einen Kegel formen.
  9. Die Kugeln mit bunten Perlen, kandierten Kirschen, kandiertem Früchtemix und dem Rest des Orangeats/Zitronats dekorieren.
  10. Den Struffoli abkühlen lassen. Frühestens nach fünf bis sechs Stunden oder besser einen Tag später verzehren. 
Menüart: 
Speisenart: 
Grundzutaten : 

Weitere vegetarische Rezepte

Riesige Pizza Marinara (dekoriert mit Basilikum) in einer Pizzeria in Napoli (© Redaktion - Portanapoli.com)
Die Pizza alla Marinara gehört zu den beliebtesten neapolitanischen Pizzen. Sie hat einen ganz einfachen Belag: Tomaten, Knoblauch und Oregano genügen für einen Hochgenuss!
Pizza quattro formaggi (© robysaba - Fotolia)
Diese Pizza ist ein Hochgenuss für Käseliebhaber!
Frittierte Auberginen mit Tomaten (© Redaktion - Portanapoli.com)
Rezepte mit Auberginen haben in Kampanien eine lange Tradition. Dieses neapolitanische Gericht kann als Antipasto oder Beilage mit Weißbrot, aber auch zu Pasta als Soße gegessen werden.
Originale Pizza Margherita aus Neapel - die Redaktion beneidet den "Gabelbesitzer" (© Bruno -Portanapoli.com)
Spricht ein Neapolitaner von einer Pizza, so meint er gewöhnlich die Pizza Margherita. Wir zeigen Ihnen die Geheimnisse der Zubereitung dieses köstlichen Klassikers.
Gratinierte Paprikas (© Redaktion - Portanapoli.com)
Die Peperoni al gratin sind eine schmackhafte Vorspeise, die kalt oder warm mit etwas Weißbrot serviert wird. Aber die Paprikas sind auch als leichte Hauptspeise köstlich, ergänzt durch andere Vorspeisen oder Käse. Im Sommer kann man die Paprikas auf den Holzkohlegrill legen, wo sie am meisten Geschmack bekommen.

Weitere Rezepte

Knusprig gebratene Kartoffelhälften mit Rosmarin (© kab-vision - Fotolia)
Die Bratkartoffeln mit Knoblauch und Rosmarin sind eine köstliche und herrlich duftende Beilage. Sie passen zu vielen Gerichten oder können auch allein mit einem Dip als herzhafte Mahlzeit genossen werden.
Ofenkartoffeln mit Rosmarin (© Redaktion - Portanapoli.com)
Ofenkartoffeln mit frischem Rosmarin und Knoblauch bringen den Duft des Südens nach Hause.
Lecker: Pizza mit frischen Tomaten und Mozzarella (© Alessio Orrù - Fotolia)
Die köstliche Variation der Pizza Margherita wird mit frischen Tomaten zubereitet.
Zucchinigemüse mit Focaccia (© Redaktion - Portanapoli.com)
Das Gemüse kann man als Beilage zu Fisch oder Fleisch, als Antipasto oder auf Bruschetta servieren.
Mit der Pastamaschine gelingen selbst gemachte Nudeln leicht  (© A_Bruno - Fotolia.com)
Pasta selbst herzustellen ist nicht schwierig und lohnt sich. Ihr Geschmack ist einfach himmlisch!