Ventotene, Natur und Traditon im Mittelmeer

Kleines Inseljuwel vor der Latium-Küste südlich von Rom
Die beschauliche Insel Ventotene ist außerhalb Italiens fast unbekannt, obwohl sie nicht weit entfernt vom Touristenmagneten Rom liegt. Wer Ruhe, Meer und Natur sucht, wird hier herrliche Urlaubstage verbringen.
Porto Romano von Ventotene (© Francesca - Portanapoli.com)
Porto Romano von Ventotene (© Francesca - Portanapoli.com)

Ventotene ist eine kleine Insel vor der Latium-Küste und gehört zur Pontinischen Inselgruppe. Sie ist eine typische mediterrane Insel mit einem langsamen Lebensrythmus, einer Piazza und Dorfkirche. Wenige Touristen kommen auf die einfache Insel, die außerhalb Italiens fast unbekannt ist.
Im Winter hört man nur den Wind und die Schritte der Bewohner, die sich in den Bars an der Piazzetta treffen. 

Santa Candida ist das größte Inselfest
Lebhaft geht es um den 20. September beim Fest zu Ehren der Inselpatronin Santa Candida zu. Auf starken Schultern wird die Statue der Heiligen in einem blumengeschmückten Holzboot zum Hafen getragen. Dort wird sie unter dem Jubel der Bewohner vom Hupen der mit Fahnen geschmückten Boote gegrüßt. Mit einem grandiosen Feuerwerk über dem Meer endet das Fest. Viele Touristen kommen allein wegen dieses fröhlichen und traditionellen Festes auf Ventotene.

Naturschutzgebiet und Tauchparadies
Genau wie Ponza ist auch die Unterwasserwelt von Ventotene ein Tauchparadies, das seit 1997 Meeresschutzgebiet ist. Ventotene ist eine wichtige „Station“ der Zugvögel. Deshalb gibt es auf der Insel das wichtiges Ornothologische Museum Italiens und ein Observatorium.

Obwohl Ventotene klein ist, hat es einen antiken römischen Hafen für kleinere Privatboote und einen neuen Hafen in der Bucht Rossano. Dort kommen die Fähren und Tragflügelboote vom Formia an. Im Sommer gibt es auch Schiffsverbindungen nach Ponza, der größten Ponzianischen Insel, außerdem nach Neapel und Terracina.

Ventotene war in der Antike ein Verbannungsort
Mit nur 740 Einwohnern (Stand 31.12.2011) ist Ventotene einer der kleinsten Gemeinden Italiens, zu der auch das unbewohnte Inselchen Santo Stefano gehört. Das bourbonische Gefängnis auf Santo Stefano wurde bis in die 60er Jahre für Schwerverbrecher genutzt.

Beim Spaziergang am Hafen erinnern die Überreste der antiken Villa Giulia an die Tochter des römischen Kaisers Augustus. Wegen ihres angeblich  ausschweifenden Lebens wurde sie von ihm auf Ventotene verbannt.

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