Skurrile, lustige und überraschende Eindrücke bei einem Spaziergang durch die Straßen von Neapel. Hier gibt es Neapel-Impressionen ganz ungefiltert – mitten aus dem turbulenten Alltag einer Stadt, in der man hinter jeder Ecke etwas Neues entdecken kann.
Pizza aus der Hand essen wie Sophia Loren, kleine und riesige Krippenfiguren bewundern, kunstvolle Pastaformen bestaunen. Sich in einem Chalet an der Promenade die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, ein Erinnerungsfoto hinter einem antiken Pizzaofen in Pompeji machen oder U-Bahn fahren – nur um in einer Kunst-Station plötzlich alte Schuhe in einer Wand zu entdecken. Warum auch nicht?
Sich wundern, dass Zitronen tatsächlich fast süß schmecken können, die Vereinigung von Mensch und Moped beobachten und beim Überqueren der Straße kurz die Luft anhalten. Nur Mut, einfach losgehen. Der Bus kommt bestimmt nicht mehr.
Eine geöffnete Autotür, ein Bus fährt verdächtig nah daran vorbei und ein Auto hat offenbar schon bessere Zeiten gesehen – irgendwo hupt jemand. Garantiert! Der lustige Taxifahrer sagt, rote Ampeln seien doch nur eine hübsche Weihnachtsdekoration.
Saldi, saldi! Her mit den Klamotten! Marktschreier, oh Gott, mein Koffer ist zu klein. Solo un Euro! Solche tollen Schuhe habe ich noch nie gesehen. In der Altstadt gibt es einen lebenden Pulcinella, der singt sogar manchmal. Guck mal, drei Leute auf einer Vespa. Hoffentlich rollt die Funicolare nicht rückwärts den Berg runter, am besten in den ersten Wagon steigen. Billige Handtaschenkopien? Nein danke, lasst mich in Ruhe damit!
Un altro caffè e una sfogliatella. Noch einen Espresso und dazu ein duftendes Blätterteigstückchen – so lässt sich das Leben genießen.
Dezembersonne, lass’ uns draußen sitzen. Der Vesuv hat heute ein Sahnehäubchen aus Schnee. Benvenuti a Napoli!

