man In Neapel ist sogar die U-Bahn eine Sehenswürdigkeit! Entdecken Sie die faszinierenden Kunststationen, die mit Kunstwerken und kreativen Installationen gestaltet wurden.
Sie gehört zu den schönsten U-Bahnen in Europa und ihre Stationen sind beeindruckende Sehenswürdigkeiten: die U-Bahn „Metrò dell’Arte“ in Neapel. Das Miteinander von Kunst und Urbanistik ist weltweit einzigartig und wurde bereits von anderen Städten, etwa London, als Anregung für die Umgestaltung ihrer U-Bahnen aufgegriffen.
Langweilige U-Bahn-Stationen wurden in Neapel in „Stationen der Kunst“ verwandelt
Deshalb heißt die Linie 1 „Metrò dell’Arte“ (dt. „Kunst-Metro“). Ihre Stationen beindrucken als „Metro-Museen“ mit wunderschönen zeitgenössischen Kunstwerken. Außerdem werden in einigen Stationen archäologische Stücke ausgestellt, die man beim Tunnelbau ans Licht befördert hat. So hat man beim Bau der im Jahr 2015 eröffneten Stazione Municipio am Hafen ein antikes Schiff ausgegraben. Futuristisch ist hingegen der Eingang der U-Bahn-Station am Hauptbahnhof Garibaldi.
Tipp: Die U-Bahn-Stationen kann man auch im Rahmen einer „Führung“ mit einem Guide erleben. Infos gibt es auf metroart.anm.it. Alternativ kann man eine Tour hier über unseren Partner Getourguide buchen:
Highlight: Die Station Toledo
Eine besonders beeindruckende Station der „Metrò dell’Arte“ ist die mehrfach ausgezeichnete Station Toledo, eine der schönsten U-Bahn-Stationen der Welt. Wer sie an der Via Toledo betritt, wird von einer blau schimmernden Lichtkuppel (Crater de Luz) verzaubert. Lange Rolltreppen führen unter einem funkelnden Mosaikhimmel in die Tiefe.
Doch die Station Toledo bietet noch eine zweite spektakuläre Perspektive: den Ausgang zum Largo Montecalvario. Dieser führt über eine 60 Meter lange Rolltreppe – eine der längsten Europas – aus 50 Metern Tiefe direkt in das dichte Gewirr der Quartieri Spagnoli. Bei der Fahrt begegnet man dem Werk „Razza Umana“ des Fotografen Oliviero Toscani. Er hat die Gesichter von 400 Neapolitanern und Neapolitanerinnen eingefangen und sie Prominenten-Porträts gemischt.
Hinter der Umgestaltung der Stationen steckt die Absicht, ihnen einen individuellen Charakter zu verleihen. Kunstwerke werden aus ihrer traditionellen Museumsumgebung herausgenommen, Kunst wird „alltäglich“ und bleibt nicht nur Museumsbesuchern vorbehalten. Die geräumigen und hellen Stationen machen den Aufenthalt in der U-Bahn von Napoli angenehm. Nebenbei senkt ihre Attraktivität die Umweltbelastung der Stadt.
Das sind die Künstler – für alle, die es genauer wissen wollen
Die Künstler sind folgende Bildhauer, Maler und Fotografen:
Marisa Albanese, Renato Barisani, Betty Bee, Maurizio Cannavacciuolo, Luca Castellano, Enzo Cucchi, Riccardo Dalisi, Lucio Del Pezzo, Santolo De Luca, Baldo Diodato, Sergio Fermariello, Massimo Jodice, Nino Longobardi, Umberto Manzo, Ugo Marano, Fulvia Mendini, Raffaella Nappo, Mimmo Palladino, Salvatore Paladino, Gloria Pastore, Augusto Perez, Perino & Vele, Gianni Pisani, Mimmo Rotella, Anna Sargenti, Ernesto Tatafiore.
Architekten: Gae Aulenti, Alessandro Mendini und Domenico Orlacchio
Infos: www.anm.it
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