Italienische Post: Ist die unerträgliche Langsamkeit des Briefs vorbei?

Die Post in Italien erfreut sich keines guten Rufs. Sie sei langsam und unzuverlässig, sagen die Italiener. Mit der Posta Prioritaria geht die Zustellung von Briefen seit einigen Jahren schneller.
Ungestörter Mittagsschlaf auf einem Briefkasten (© Martin Garnham - Fotolia.com)
Ungestörter Mittagsschlaf auf einem Briefkasten (© Martin Garnham - Fotolia.com)

Eine Postkarte ist schöner als eine Mail und fast schon nostalgisch. Genauso wie die Poste Italiane. Böse Zungen behaupteten, die italienische Post würde Briefe noch mit der Postkutsche zustellen. Die Zustellung hat bis vor einigen Jahren lange, manchmal Wochen gedauert. Postkarten und Briefe kamen meistens an, wenn der Reisende längst zu Hause war.

Die Post hat reagiert und im Jahr 2007 eine schnellere Zustellung eingeführt: die Posta Prioritaria. Und sie war erfolgreich. Kaum einer wollte mehr den Standardversand nutzen.
Mit der Posta Prioritaria können Briefe, Dokumente, kleine Objekte und Bücher bis 2 kg versendet werden. Das Porto ist abhängig vom Zielland und Gewicht.

Briefporto
Briefe versenden innerhalb Italiens:
"Posta 4"
Innerhalb Italiens kostet ein Standardbrief bis 20 Gramm im Format "Piccolo" jetzt 1,10 Euro (Länge 14 bis 23,5 Zentimeter; Breite 9 bis 12 Zentimeter, Höhe 0,15 bis 5 Millimeter), von 20 Gramm bis 50 Gramm kostet er 2,60 Euro. Die Zustellungsdauer beträgt etwa 4 Arbeitstage.

"Posta 1"
Posta Prioritaria. Zustellungsdauer 1 bis 4 Tage.
Für Briefe mit der Dimension "Piccolo" (s. oben) und "Media" (Länge 14 bis 35,3 cm, Höhe 9 bis 25 cm;Höhe 0,15 mm bis 2,5 cm) und einem Gewicht bis 100 g kostet 2,80 Euro.

Eine Briefmarke (francobollo) für einen Standardbrief bis 20 Gramm nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz
Mit der "Postapriority internazionale kostet er bis 50 Gramm 3,50 Euro und die Zustellung dauert ca. 3  Arbeitstage.

"Postamail Internazionale"
Kostet für einen Standardbrief 1,15 Euro (Zustellungsdauer mehrere Tage).

Achtung: Manche Briefkästen werden nur einmal am Tag geleert. Abgelegene Briefkästen sollte man lieber meiden, manche werden nur unregelmäßig geleert.

Der Monatsanfang ist übrigens keine gute Zeit für den Gang zum Postamt, denn dann bilden sich oft lange Schlangen. Viele Pensionäre holen ihre Rente noch in bar ab. Auch Rechnungen werden von vielen Italienern am Postschalter bezahlt.

Infos über Porto und Post: www.poste.it

(Stand 1/2019)

 

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