Lust auf einen entspannten Ausflug in die Natur, nur wenige Kilometer von Neapel entfernt? Der tiefblaue Lago d’Averno liegt in einem ehemaligen Vulkankrater in den Phlegräischen Feldern. Heute wirkt der See friedlich und idyllisch – doch in der Antike galt er als geheimnisvoller Zugang zur Unterwelt.
Rund um den Lago d’Averno führt ein schöner Weg durch die Landschaft. Besonders am Wochenende kommen viele Menschen aus Neapel hierher, um spazieren zu gehen oder eine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. Wer nur wenig Zeit mitbringt, sollte zumindest am Belvedere an der Straße nach Cuma halten. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf den See und die Landschaft der Phlegräischen Felder bis zum Meer.

Was du am Lago d’Averno unternehmen kannst
- Spaziergang um den Averner See: Der Rundweg ist eine schöne Möglichkeit, den Lago d’Averno in Ruhe kennenzulernen. Du bist dabei mitten in der Natur und kannst den Ausflug ganz entspannt angehen.
- Aussicht vom Belvedere: Der Aussichtspunkt an der Straße nach Cuma ist ideal für einen kurzen Zwischenstopp. Von oben liegt der Kratersee besonders schön vor dir.
- Natur beobachten: Der Lago d’Averno ist heute Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Am besten lässt sich die Natur bei einem Spaziergang rund um das Gewässer entdecken.
- Antike Ruinen: Entlang des Sees stößt du auf Überreste aus römischer Zeit. Besonders auffällig sind die Überreste des sogenannten Apollo-Tempels, bei dem es sich nach heutiger Einschätzung um den Teil einer Thermenanlage handelt.
- Einkehr: Rund um den Averner See und in der näheren Umgebung gibt es Agriturismi, in denen du den Ausflug bei regionalen Spezialitäten ausklingen lassen kannst.
Ein Ort mit geheimnisvoller Vergangenheit
Schon der Name des Sees verweist auf seine ungewöhnliche Geschichte. Er leitet sich vom altgriechischen Wort Aornos ab, was „ohne Vögel“ bedeutet. Laut einer Sage waren einst aufsteigende vulkanische Gase der Grund dafür, dass Vögel den See mieden. So entstand die Vorstellung von einem unheimlichen Ort – und schließlich die Verbindung des Lago d’Averno mit der Unterwelt.
In der antiken Literatur wurde der See durch Vergils Epos „Aeneis“ bekannt. Hier steigt der trojanische Held Aeneas, begleitet von der Sibylle von Cumae, in die Unterwelt hinab. Die geheimnisvolle Landschaft rund um den See galt schon in der Antike als Eingang zum Reich der Toten.
Bis heute sichtbare Spuren hinterließen hier die Römer: Vor etwa 2000 Jahren ließen sie den Kratersee mit dem Meer und dem benachbarten Lago di Lucrino verbinden, um einen geschützten Kriegshafen anzulegen. Die Ruinen entlang des Sees erinnern noch heute an diese Zeit.
Wie kommst du zum Lago d’Averno?
- ÖPNV: Ab Neapel-Montesanto mit der S-Bahn Cumana Richtung Torregaveta fahren. An der Haltestelle Lucrino aussteigen. Von dort sind am Ufer des Lucrino-Sees entlang ca. 15 Minuten zu Fuß bis zum Lago d’Averno.
- Adresse für den Navi: Lago d’Averno, 80078 Pozzuoli

