Blaue Grotten, Felsen und panoramische Parks

Die schönsten Naturattraktionen auf der exklusivsten Insel Italiens
In der ganzen Welt ist die blaue Grotte von Capri bekannt, aber die Insel besticht durch noch mehr Naturschönheiten. Geheimnisvolle Grotten, imposante Felsbögen und zauberhafte Parks machen Capri zu einer der schönsten Inseln.
Die drei Faraglioni-Felsen sind das Wahrzeichen von Capri (© Bruno - Portanapoli.com)
Die drei Faraglioni-Felsen sind das Wahrzeichen von Capri (© Bruno - Portanapoli.com)

Capri ist die exklusivste Insel im Golf von Neapel und ein beliebtes Ziel von Tagestouristen aus aller Welt. Wer sich von der vielbesuchten Piazzetta und den noblen Shoppingstraßen weg bewegt, entdeckt beeindruckende Naturschönheiten.

Ein imposanter Felsbogen ist der Arco Naturale am Pizzo Lungo
An der Ostküste von Capri liegt ein gewaltiger Felsbogen im Meer. Einst war der Arco Naturale eine der vielen Grotten der Insel, bis er im Laufe der Zeit durch Erosionen seine heutige Form bekommen hat. Legende sagen, dass nachts Geister durch die malerische Öffnung dieses Bogens fliegen. Er ist von der Piazzetta in Capri über einen ansteigenden Weg in etwa dreißig Minuten zu erreichen.  

Grotta Matromania (auch Matermania)
Lange vor der römischen Epoche war diese Grotte Versammlungsort für Riten und vorchristliche Praktiken, die ihren Ursprung vermutlich im Kult der ersten Griechen hatten. Der Name der Grotte kommt aus dem Lateinischen von Mater Magna. Die Legenden erzählen, dass hier der Kult der Kybele (Göttin der Erde) und des Mitra (Gott der Sonne) mit Menschenopfern abgehalten wurde. Mit dem Imperator Augustus fanden diese Riten ihr Ende. Er ließ die Grotte mit Mosaiken und Muscheln dekorieren und nutzte sie als Wasserreservoir. Leider wurde auch diese Grotte ihrer Dekorationen und Ausschmückungen beraubt, so dass heute nur noch die Phantasie des Betrachters die alten Legenden aufleben lässt.  

Weltberühmte blaue Grotte (Grotta azzura)
Die Grotta azzura ist bekannt für besonders intensive und verführerische Blauschattierungen des Wassers. Die magischen Licht- und Farbeffekte entstehen durch das Sonnenlicht, das vom tiefen Wasser in die Grotte reflektiert wird. Beeindruckend ist auch der niedrige und enge Zugang zur Grotte in einem gewaltigen Felsen. Um die blaue Grotte ranken sich viele Mythen und Legenden. Einem Mythos zufolge wurde die Grotte einst von den Sirenen bewohnt, die mit ihrem Gesang Seefahrer von ihrer Route abbrachten. Schriftsteller vergangener Jahrhunderte berichten, dass die Einwohner Capris die Grotte aus abergläubischer Angst nicht mehr betreten haben. Sie glaubten, die Grotte sei von Hexen und anderen schrecklichen Kreaturen bewohnt. So geriet sie langsam in Vergessenheit, bis sie 1607 von Capaccio in „Historiae Neapolitanae“ wieder erwähnt wurde. Die Capresen haben ihre Grotte etwa im Jahr 1826 wiederentdeckt, als sie der Welt von dem deutschen Poeten Kopisch und dem Maler Fries beschrieben wurde.

Eine Bootsfahrt in die weltbekannte Grotte kann am Hafen von Marina Grande in einem Boot zusammen mit anderen Touristen oder individuell mit einem Begleiter unternommen werden.

Tipp: Wegen großer touristischer Nachfrage ist es empfehlenswert, die Grotte vormittags zu besichtigen und Feiertage/Sonntage möglichst zu vermeiden. Besonders schön ist eine Besichtigung an einem sonnigen Tag, wenn das Wasser ruhig und blau wie der Himmel ist!  

Das Wahrzeichen von Capri sind die Faraglioni
Von der Punta Tragara kann man die Aussicht auf die Faraglioni-Felsen genießen. Die Faraglioni sind drei aus dem Meer aufragende, von Bögen durchbrochene Felsen. Sie sind ein phantastischer Anblick.  

Atemberaubender Ausblick vom Garten Giardini di Augusto
Dieser kleine Park war einstmals der Garten des Kaiser Augustus. Von hier hat blickt man auf die schwindelerregenden Serpentinen der Via Krupp, die steil nach unten zu der Badebucht Marina Piccola führen. Der deutsche Industrielle Friedrich Alfred Krupp hat diese Straße um 1900 gestiftet. In der Parkanlage befindet sich das Lenin-Denkmal des italienischen Bildhauers Giacomo Manù.

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